Jahrestreffen 2020 in Bremen

Buten und Binnen“

das Motto der bremischen Kaufleute „ Buten und Binnen – wagen und winnen“. Draußen in der Welt und drinnen in unserem Gemeinwesen – etwas wagen /ausprobieren und gewinnen.

Die bremischen Kaufleute zogen mit ihren Seglern in die Welt, um gute Geschäfte zu machen, sie waren immer weltoffen, neugierig und guter Dinge – so soll es auch für uns sein, und wir wollen in unserer Gemeinschaft und mit unseren Fahrzeugen viel Freude haben.

Am Donnerstag geht es nach „buten“, nach Bremerhaven, der zweiten Stadt im Lande Bremen ohne die Bremen „eigentlich schon keine richtige Hafenstadt mehr wäre, denn der große internationale Hafen des Bundeslandes Bremen ist in Bremerhaven. Eine Ausfahrt auf der linken Weserseite, entlang des Weserdeiches wird uns nach Bremerhaven führen. Es wird eine Fahrt entlang kleiner, ehemaliger Fischerhäuser und entlang des Stahlwerkes und der Werften im Bremer Norden.

Nach einer Fahrt durch den Wesertunnel sind wir bald in Bremerhaven. Die Stadt war geprägt durch den Schiffbau, den Fischfang und den Hafen. Hier hat es gewaltige Veränderungen in den letzten 30 Jahren gegeben. Der Hafen ist immer noch von größter Bedeutung. Der Schiffbau ist nach wie vor wichtig, aber nach diversen Insolvenzen nicht mehr das Standbein der Bremerhavener Wirtschaft, aber das was in der Folge als industrielle Arbeitsplätze entstanden sind, prägt die Arbeit in Bremerhaven. Das Gleiche gilt für die Lebensmittelbranche, entstanden aus der Fischwirtschaft. Bremerhaven hatte einmal über 140 Fischfangschiffe, heute keines mehr, aber die Fisch- und inzwischen Lebensmittel verarbeitende Industrie ist ganz groß. An einer Straße im Fischereihafen grüßen sich „Kapitän IGLU und Peter von Frosta“.

 

Diesen Aspekten der Bremerhavener Wirtschaft werden wir bei einer „Hafenbustour“ und dem Besuch – mit lecker Essen – im Seefischkochstudio nachspüren. Wer mag kann die sehr schönen Museen in Bremerhaven besuchen – Das Klimahaus, Das Auswandererhaus, Das historische Museum oder kann sich mal ein U-Boot von innen ansehen. Wer mehr Lust hat mit Pinguinen zu flirten oder wer den Seehunden oder Eisbären zuschauen mag kann, auch das im Zoo am Meer tun. Dabei ist die verbindliche Anmeldung jeweils wichtig damit wir die Begleitung organisieren können.

 

Die Ausfahrt und der Besuch des Seefisch Kochstudios ist für Alle geplant. Danach gibt es die Auswahl, Hafenbustour oder Museen (jeweils eins), für Parkplätze ist gesorgt.

Der Freitag wird absolut geprägt durch den Besuch bei Mercedes Benz – hier sind wir ganz „binnen“. Die Geländewagenteststrecke selbst unter die Räder zu nehmen ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Aber auch das Werk an sich, der Zeittunnel mit seinen Exponaten wird uns sicher beeindrucken. Zeit für viele Gespräche werden wir finden und gut versorgt werden wir durch eine gute Gastronomie. Abends gibt es die Gelegenheit in für uns reservierten Lokalen in der „grünen Lunge“ Bremens, dem Bürgerpark und dem angrenzenden Stadtwald, lecker zu essen und „Benzingespräche“ zu führen bevor wir müde ins Bett fallen.

Der dritte Tag – der Tag der Jahreshauptversammlung – führt uns nochmals in das Bremer Umland. Wie immer in Gruppen aufgeteilt, geht es über kleinere Landstraßen nach Bruchhausen – Vilsen zu einer in der Saison fahrenden Museumseisenbahn. Hier können wir uns gemütlich durch die Gegend schaukeln lassen, bevor wir nach Bremen ins Hotel zurück fahren und den formellen Teil unseres Treffens absolvieren. Wie immer gibt es ein schönes Essen im Anschluss und wieder die Möglichkeit des zwanglosen Austauschs unserer Erfahrungen.

Am Abschlusstag geht es nochmal in die Stadt – die gute Stube Bremens. Sicher müssen wir uns schon von vielen Kolleginnen und Kollegen verabschieden für die es wieder eine lange Rückreise gibt. Für die anderen möchten wir im Bremer Geschichtenhaus in die lebendige Frühgeschichte der Stadt eintauchen. Mal sehn wie unser Kaffee ins Land kam, wir die Pest und die Belagerung durch die Schweden überstanden haben und wie pfiffig doch unsere Fischfrauen und die Frauen in den Badehäusern der Stadt gewesen sind oder wie tragisch doch die „so nette Giftmörderin Gesche Gottfried“ geendet ist. All das und viel, viel mehr erzählen uns in altertümlichen Gewändern und in der Sprache der Zeit Laienschauspieler mit Hingabe und viel Talent. Das Geschichtenhaus liegt im Herzen von Bremen – dem Schnoor – winzige Gassen durch, die man nur „quer“ hindurchkommt, mit vielen kleinen Kaffees bilden den Rahmen. Wer einmal ein ganzes schnuckelliges Hotel für sich allein haben möchte, kann das Hochzeitshaus mieten – es hat nur ein Zimmer und ist auf lange Sicht ausgebucht.

Wer lieber eine Stadtführung – eher klassischer Art mag – kann sich mit Gleichgesinnten unter kundiger Leitung auf den Weg machen. Hier kann man auch etwas aus der Geschichte der Stadt aber auch viel über die aktuelle Situation in Bremen erfahren. Wie wir unser „Fremdenführer“ kennen gibt es so manch einen kleinen Seitenhieb auf die aktuelle politische Situation – neben den vielen Hinweisen auf z.B. das bremische Kunstgeschehen in der Böttcherstraße.

Nach der tollen Erfahrung mit dem Fotografenteam in Schleswig ist es uns gelungen das Team auch für Bremen zu gewinnen so hoffen wir auch wieder auf eine schöne Dokumentation unserer gemeinsamen Aktivitäten.

Bis bald in Bremen und wie es auch hier in Bremen heißt „en moie Dach“ einen schönen Tag für Euch Alle.

Stand 3.7.19