Haubentauchen auf dem Hantenjoch

23.08.2026 – Vielpässefahrt der Regionalgruppe Baden-Württemberg in das Montafon 

Wie oft haben wir ihn in diesem heißen Sommer herbeigesehnt – den Regen! Aber musste er ausgerechnet am 1. Tag unserer Wochenendausfahrt einsetzen Egal, 17 Sterne machten sich im strömenden Regen auf nach Schruns im österreichischen Montafon. Unser Clubfreund aus Österreich Patrick Rösler und Rainer Dittrich haben ein schönes, aber auch anspruchvolles Programm ausgearbeitet.

Trotz des Regens machte sich eine Gruppe unverdrossen zum Programmpunkt des 1. Tages auf: durch das Brandnertal zum Lünesee auf 1970m. Gesehen hat ihn wegen Nebels niemand, dafür aber die Speisekarte der Schattenloganthütte! Abendessen und gemütliches Beisammensein im Hotel zum Kraft schöpfen für die ambitionierte Tour am Samstag.

Pünktlich um 9 Uhr ging es am nächsten Morgen zunächst zum Arlbergpass. Der Regen hatte aufgehört und die dicken Wolken verzogen sich schnell. Auf 1802 m Höhe hat man doch gerne die Jacke angezogen! Von dort ging es weiter Richtung Süden auf die Silvretta Hochalpenstrasse bis zum Silvrettastausee auf 2032 m zur Mittagspause. Leider ist die Strasse im weiteren Verlauf für mehrere Jahre wegen Baumaßnahmen gesperrt, so dass wir die knapp 50 km wieder zurück fahren mussten. 

Über Landeck und Imst war die nächste Herausforderung die Fahrt zum Hahntennjoch. Viele enge Kurven dicht am Fels waren beeindruckend, viel loses Gestein führt zur zeitweisen Sperrung der Strasse bei starkem Gewitter. Wenn man die Gegend nur im Winter schneebedeckt kennt, fällt einem das richtig auf. Dann weiter durchs Lechtal zur berühmten Strasse zwischen Warth und dem mondänen Lech, die im Winter stets gesperrt ist. Die vielen Hotels und Pensionen sind ebenso beeindruckend. Über den Flexenpass und nach 300 km Strecke und insgesamt 9 Stunden im Sattel kamen alle wieder zufrieden im Hotel an.

Am Abschlusstag haben sich unsere Organisatoren noch eine besondere Tour ausgedacht: bei schönstem Wetter eine Fahrt über das Faschinajoch nach Damüls bis nach Au. Enge Kurven waren wir ja inzwischen gewöhnt und so war auch dieser Weg steil nach oben beeindruckend, vor allem für die Beifahrer, denn rechts ging es fast senkrecht runter und oft ohne Leitplanke! Die Fahrverbindung zwischen dem großen Walsertal (Faschina) und Damüls im Bregenzer Wald gibt es erst seit den 1980er Jahren, davor war es von jeder Seite eine Sackgasse!

Abschluss war das Mittagessen in Au und dann individuelle Heimfahrt. Es war rundum ein tolles Wochenende in netter Gesellschaft, ein Ansporn für weitere Ausfahrten, deshalb nochmals vielen Dank den Organisatoren!

Text: Claudia Strobel
Fotos: Rainer Dittrich, Jochen Frys, Claudia Strobel